Bernhard Tintemann – Wird er auch in diesem Jahr das Team zum Sieg führen?

Der sympathische Koch Bernhard Tintemann hat es sich zur Aufgabe gemacht, seinen Gästen richtig gutes Essen zu servieren und gleichzeitig sein kulinarisches Know-how mit interessierten Hobbyköchen zu teilen. So unterstützt er auch beim diesjährigen GenussDuell Rheinland-Pfalz wieder einen der beiden Kandidaten. 

Chateaubriand vom Eifel-Rind am Tisch tranchiert, orangengebeizter Lachs auf Senf-Dillsoße, Flan vom Hokkaido-Kürbis auf Rote-Bete-Gemüse und Pastinaken-Chips. Lange bevor der Ruf nach Regionalität und Saisonalität laut durch die Küchen in der Haute Cuisine hallte, ist bei Bernhard Tintemann, Chefkoch im Hotel Moselschlösschenin Traben-Trarbach dieser Trend bereits Alltag. „Auf unserer Speisekarte finden Gäste hauptsächliche traditionelle Gerichte wie etwa Rouladen oder auch Tafelspitz – natürlich verfeinert mit einem Hauch moderner Raffinesse“, erklärt der Koch. „Unsere Gäste schätzen diese Speisen sehr. Denn wer nimmt sich heute noch groß Zeit solche zeitintensiven Gerichte in der Küche selbst zuzubereiten?“ 

Foto: Maike Doege

Bernhard Tintemann besinnt sich gern auf die Gerichte seiner Kindheit, in der es am Wochenende Braten gab. Seit diesem Jahr schwingt er bereits seit 30 Jahren den Kochlöffel und ist in all der Zeit seinen Genuss-Prinzipien treu geblieben: regional, saisonal und bloß nicht zu kompliziert. „Doch obwohl ich immer noch meine alte Rezeptesammlung habe, die ich mit dem Beginn meiner Ausbildung angelegt habe, schätze ich das Spontane am Kochen. Ich halte meine Augen offen und lasse mich gern für Neues inspirieren“. So findet auch mal kurzerhand wilder Portulak aus seinem Garten den Weg in seine erstklassigen Menüs. Überhaupt ist der gebürtige Bayer der Genuss-Region rund um Traben-Trarbach sehr angetan und gibt seinen Gästen mit seinen regionalen Kreationen einen Vorgeschmack auf die Umgebung. „Unseren Ziegenkäse z.B. beziehen wir von einem Bauern aus der Nähe und die Weine stammen selbstverständlich auch von der Mosel,“ erklärt er. „Ich möchte einfach Wissen, woher die Zutaten für meine Gerichte kommen.“ 

Foto: GenussDuell 2017

Genauso neugierig, wie Bernhard Tintemann bei seinen Lieferanten ist, dürfen auch die Gäste auf seine Küche sein. „Ich mache kein Geheimnis aus meinen Rezepten. Man könnte 20 Leute das Gleiche kochen lassen und es würde immer anders schmecken“, erklärt der Profi. Dank dieser Einstellung können sich Hobbyköche in seiner Kochschule  in die kulinarischen Raffinessen der Gourmet-Küche einweihen lassen „Durch die Kochschule habe ich regelmäßig mit den unterschiedlichsten Menschen Kontakt und so habe ich mich auch sehr über die Anfrage von der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH gefreut, ob ich einen Kandidaten beim GenussDuell Rheinland-Pfalz unterstützen möchte.“ 

Foto: GenussDuell 2017

2017 erkochte er sich beim ersten Duell zusammen mit der Hobby-Köchin Sabine Hoefing den Sieg. Noch heute erinnert er sich gern an das spannende Event. „Wir Köche haben im Gegensatz zu den Kandidatinnen die Rezepte ein paar Tage vorher bekommen. So hatte ich die Chance mir bereits im Vorfeld schon ein paar Gedanken über die Zubereitung zu machen.“ Am Tag selber hatten die Kandidatinnen etwa eine Stunde Zeit ihren Koch kennenzulernen und sich mit ihm zu beraten. Denn obwohl Bernhard Tintemann die Rezepte bereits kannte, entschied das Team gemeinsam, wie sie das Gericht zubereiten. 

Auch beim GenussDuell Rheinland-Pfalz 2018 ist Bernhard Tintemann wieder mit dabei. Aber diesmal werden die Profi-Köche als Coach eher im Hintergrund beraten und nicht so sehr beim eigentlichen Kochen unterstützen. Schließlich sollen die Hobby-Köche ihr Können präsentieren und noch mehr ihre eigenen Ideen in die Gerichte mit einbringen.

Foto: GenussDuell 2017

Sein Tipp an die neuen Kandidaten: 

„Ich habe damals zu Sabine gesagt: Es ist nicht schlimm, wenn wir nicht Erster werden. Manchmal sind es nur Nuancen, die entscheiden. Und auch dem nächsten Kandidaten werde ich raten, so zu bleiben, wie er ist und sich nicht zu verstellen. Denn das Wichtigste überhaupt ist, immer ruhig zu bleiben und Spaß zu haben. 

Foto: Christoph Hoefing